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Baggern im Naturpark

Immer mehr Almen in Südtirol sind erschlossen. Den Konflikt zwischen Umweltschutz und wirtschaftlichen Interessen zeigt ein Beispiel im Schnalstal.

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Bild: Alexander Alber
Idyllisch gelegene Almen inmitten unberührter Landschaft zieren Südtirols Urlaubsprospekte und Postkarten. Sie sind vielfach das Aushängeschild des Landes. Doch hinter der beschaulichen Kulisse entbrannte ein Konflikt zwischen Naturschutz und wirtschaftlichen Interessen: Um die Almbewirtschaftung auch für die kommenden Jahre sicherzustellen, werden immer mehr Almen mittels Straßen erschlossen – genehmigt von der Landesregierung. Umweltverbände sehen darin einen unerlaubten Eingriff in die Natur, auch weil sich einige der Almen in Naturparks und Naturschutzgebieten befinden. Mehr als 80 Prozent der 1.739 Südtiroler Almen sind mittlerweile durch einen Traktor- oder Lkw-Weg erschlossen. Doch wie viel darf der Mensch in die Natur eingreifen, um die Landwirtschaft und das Überleben der Almbetreiber zu sichern? 
 
Um diese Frage geht es auch im Schnalstal, auf mehr als 2.000 Metern Seehöhe. Dort wird derzeit ein rund zwei Kilometer langer Erschließungsweg vom Schrofl-Sattel in der Fraktion Katharinaberg, bis kurz vor die „Moarolm“ errichtet. Sie ist eine der ältesten Almen Südtirols. Der Weg befindet sich im Naturpark Texelgruppe und im Natura-2000-Gebiet. Die zuvor eingeforderten Umweltgutachten fielen allesamt negativ aus, die Landesregierung genehmigte den Erschließungsweg dennoch. Für den Vertreter der Umweltschutzverbände, Michael Langes, nicht verständlich: „Was sollen die Bezeichnungen Naturpark und Natura-2000-Gebiet heute noch, wenn hier fast mehr gebuddelt wird als außerhalb?“
 
„Notwendiges Übel"
 
Für den privaten Antragsteller und Besitzer der „Moarolm“, Karl Müller, ist der Weg ein „notwendiges Übel“. Ohne diesen Erschließungsweg könne er die umliegenden Wälder nicht bewirtschaften, was ein Teil seines Einkommens sei. „Ich mache nur, was notwendig ist, und werde mich dafür einsetzen, dass nur jene den Weg befahren dürfen, die das auch wirklich müssen“, sagt Müller und ist sichtlich genervt vom Medieninteresse an seinem Weg. 
 
Neben der Waldbewirtschaftung sind in den Projektunterlagen noch weitere Gründe für den Erschließungsweg angeführt: der Bau eines Löschteichs für die nachhaltige Waldbrandbekämpfung, die Errichtung einer neuen Trinkwassererfassung für die Fraktion Katharinaberg, die Almbewirtschaftung und die Sanierung der 500 Jahre alten „Moarolm“. 
Für Landeshauptmann Luis Durnwalder, zuständig für die Abteilungen Land- und Forstwirtschaft, war der ausschlaggebende Grund die Almbewirtschaftung. Die übrigen Punkte hätten auch anderweitig gelöst werden können, sagt er auf Anfrage von BARFUSS. Außerdem habe die Landesregierung die Gutachten der Fachkommission nicht ignoriert, sondern nur jenen Abschnitt genehmigt, der ohne „große technische Schwierigkeiten und Beeinträchtigungen der Landwirtschaft realisierbar“ sei. Dieser Abschnitt führt lediglich bis auf 2.050 Meter und endet damit einige hundert Meter vor der Alm.  
 
Warum nicht der gesamte Weg genehmigt wurde, erklärt der Landeshauptmann im Interview mit BARFUSS. Zu hören sind auch die Auseinandersetzung zwischen Umweltschützer Langes und Almbesitzer Müller, sowie der Pächter der Alm, der erzählt, was er von der ganzen Diskussion hält. 
 
 
Fotos: Alexander Alber und Oliver Kainz
Audio: Judith Dietl und Oliver Kainz
Schnitt: Judith Dietl

Judith Dietl

arbeitete eine Zeit lang im hohen Norden, jetzt BARFUSS-Redakteurin der ersten Stunde. Ist lieber barfuß unterwegs, weil lässt sich ungern einengen.
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es solletn de gonzn gegner von de bergstroßn selber mol auf selche olmen orbetn miasn. ober na, die herrschoftn, de do etliche lokalaugenscheine mochn (übrigens nit zu fuas, sondern schian brav die olmstroß benutzn, obwohl sie jo sooooou dagegen sein), wissn in ihmene stodtwohnungen nit, wias do zuageat und woses hoast, do obm zu wirtschoftn.

Ich bin immer wieder erstaunt über die tolle umsetzung von themen wie mit dieser audioslideshow. Kompliment

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