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Workshop für Jugendliche

„Sich persönlich und künstlerisch weiterentwickeln“

Bei einem Workshop erarbeiten Jugendliche mit Hilfe der Elemente Film, Musik und Tanz einen Kurzfilm. Tänzerin und Projektleiterin Valentina Bagnis erklärt was dahintersteckt.

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Bild: Willy Theil

Seit mehreren Jahren bieten die Tänzerin Valentina Bagnis und der Medienpädagoge Willy Theil den Workshop Dance und Film in Bildungshäusern wie im Haus der Familie auf dem Ritten oder in Jugenddiensten an. Dabei erarbeiten Jugendliche in einer Woche eine Geschichte mit Hilfe der Elemente Musik, Tanz und Film, am Ende steht dann ein Kurzfilm.

Vor zwei Jahren weitete Bagnis das Projekt zusammen mit dem Jugenddienst Bozen aus. Nicht mehr nur eine Woche, sondern ein ganzes Jahr lang arbeiteten die Jugendlichen am gemeinsamen Projekt – der entstandene Kurzfilm wurde sogar beim Bolzano Film Festival Bozen gezeigt. Das Feedback war außerordentlich gut, vor allem merkte Valentina Bagnis einmal mehr, welches Potential in den Jugendlichen steckt: „Die können wirklich sehr viel, vom Schreiben bis Zeichnen, vom Tanzen bis Singen, sie beherrschen Instrumente, sie sind sehr kreativ und haben sehr viele interessante Ideen und Geschichten zu erzählen“, so die Tanzlehrerin, die jetzt einen weiteren Schritt geht.

Creativ Dance Lab nennt sich das Projekt, das sie jetzt mit einem erfahrenen Expert*innen- und Filmteam umsetzen will. Was genau dahinter steckt, erzählt sie BARFUSS im Kurzinterview.

Valentina Bagnis

Bild: Willy Theil

Um was geht es bei Creativ Dance Lab?
Valentina Bagnis: Wir wollen Jugendlichen die Möglichkeit bieten, dass sie an einem eigenen Projekt arbeiten können und das ein ganzes Jahr lang. Die Teilnehmenden produzieren ihren eigenen Kurzfilm, arbeiten an ihrer Geschichte, an einer Idee und können ihre Emotionen aufarbeiten. Dabei können sie sich in jeden Bereich einbringen: Sie schreiben ihr Drehbuch, können die Musik selbst machen, sich die Choreografie überlegen oder die Kostüme selbst schneidern, es wird nichts vorgegeben. Wir als Coaches begleiten sie bei diesem Prozess.

Müssen die Teilnehmenden tanzen können?
Nein, überhaupt nicht. Das Projekt nennt sich zwar Creative Dance Lab, es muss aber kein Musikvideo rauskommen. Die Jugendlichen greifen ein Thema, eine Idee auf, das sie ein ganzes Jahr lang beschäftigt, und das sie mit Hilfe von Bewegung umsetzen. Ich sage bewusst Bewegung: Es kann natürlich ein Solotanz sein, an dem sie arbeiten, oder aber nur einzelne Sequenzen, in der sie sich bewegen, sind choreografiert. Es ist uns vor allem wichtig, dass sie sich auf der persönlichen und künstlerischen Ebene weiterentwickeln, außerdem eignen sie sich sicherlich auch technische Fähigkeiten an.

Am Ende steht dann ein Kurzfilm.
Genau. Die Elemente Tanz, Musik und Film helfen ihnen, ihre Geschichte zu erzählen. Der Kurzfilm wird dann am Ende einer Öffentlichkeit gezeigt. Es werden Kinoabende organisiert, an denen sie ihre Projekte, ihre Ideen und Geschichten, präsentieren können.

An wen richtet sich das Angebot?
Teilnehmen können Jugendliche ab 14 Jahren, die im neuen Schuljahr wöchentlich an dem Projekt arbeiten.

Die Kosten für den Workshop betragen 440 Euro, Anmeldeschluss ist der 7. September. Der Kurs beginnt am 14. September.

 

 

 

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