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LPA

Die Arbeitsvermittlung stärken

Die Landesregierung hat heute die Voraussetzungen geschaffen, um die aktive Arbeitsmarktpolitik durch den Ausbau der Arbeitsvermittlungszentren, die Intensivierung der Vermittlungstätigkeit und mit Weiterbildungs- und Umschulungsmaßnahmen für Arbeitslose zu stärken.

 

Die Ende 2021 von der Regierung in Rom vorgesehene Beschäftigungsfähigkeitsgarantie (GOL - Garanzia di Occupabilità dei Lavoratori) bringt – unter bestimmten Voraussetzungen – Geldmittel nach Südtirol, um die aktive Arbeitsmarktpolitik zu stärken. Eine dieser Voraussetzungen ist die Verabschiedung des Landesanwendungsplanes, dem die Landesregierung heute (28. Juni) auf Vorschlag von Landesrat Philipp Achammer zugestimmt hat, und für dessen Umsetzung im laufenden Jahr über sechs Millionen Euro vorgesehen sind. Damit können die arbeitsmarktpolitischen Ziele Südtirols angepackt werden: mehr Beschäftigte, ausreichend qualifizierte Arbeitskräfte und ein wirksamer Abbau von Vermittlungshemmnissen.

"Nach den Herausforderungen der Corona-Pandemie ist unser Arbeitsmarkt wiederum von Vollbeschäftigung gekennzeichnet", sagt Landesrat Achammer, der den demografischen Wandel und die starke Arbeitskräftenachfrage als wesentliche Herausforderungen bezeichnet. "Der Fachkräftemangel droht Produktion und Dienstleistungen zu beeinträchtigen. Daher braucht es einen Paradigmenwechsel in der Arbeitsmarktpolitik: eine Neuorganisation der öffentlichen Arbeitsvermittlung, die verstärkte Kooperation mit privaten Partnern und schließlich auch mehr Personal zur Beratung von Betrieben und Arbeitslosen." Der heute genehmigte Umsetzungsplan, den der Landesrat im Detail noch vorstellen will, folge zwar einem vom Staat vorgegeben Raster, "unser Arbeitsmarktservice und die Berufsbildungen haben sich bei der Ausarbeitung aber sehr stark bemüht, autonome Spielräume herauszuarbeiten und abzusichern", erklärt Landesrat Achammer und ergänzt: "Die Abteilung Arbeit heißt übrigens seit 24. Juni Arbeitsmarktservice. Schon allein aus dieser Bezeichnung wird ihr Kernauftrag deutlich."

Im Landesanwendungsplan (PAR - piano attuativo regionale) sind die bereits in diesem Jahr 2022 umzusetzenden Maßnahmen im Detail aufgelistet. Dabei handelt es sich um den Ausbau der Arbeitsvermittlungszentren, die Intensivierung der Vermittlungstätigkeit, als auch um Weiterbildungs- und Umschulungsmaßnahmen für Arbeitslose. Die staatliche  Beschäftigungsgarantie GOL auch in Südtirol umzusetzen, sei notwendig, betont Landesrat Achammer. Sie bringe eine Systemreform mit sich, die in vielen Teilen den Zielen des Strategiedokuments "Aktive Arbeitsmarktpolitik 2020-2024" entspreche, das die Landesregierung im Jahr 2020 genehmigt hat. "Beide Planungsdokumente zielen auf die Stärkung der Arbeitsvermittlung und geeignete Maßnahmen wie Weiterbildung und Umschulung ab. Ziel ist es, Arbeitslose in Arbeit zu bringen und Betriebe bei der Arbeitskräfterekrutierung schnell und wirksam zu unterstützen. Das geht nur mit einer starken Arbeitsmarktverwaltung und schlagkräftigen Vermittlungszentren."

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