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Südtiroler Sanitätsbetrieb beteiligt sich an internationalen Studien

Verschiedene Abteilungen und Dienste des Sanitätsbetriebes haben in den vergangenen Jahren trotz Pandemie wichtige Forschungsbeiträge zu klinischen Studien mit internationaler Tragweite geleistet.

So stellte etwa die Abteilung für Allgemeine Chirurgie des Landeskrankenhauses Bozen Informationen zu ihren chirurgischen Fällen für eine weltweite Studie zur Verfügung, die mehrere Bereiche der Allgemeinchirurgie und der Krebschirurgie umfasst. Auch das klinische chirurgische und onkologische Team aus Bozen unter der Leitung von Antonio Frena  nutzten und nutzen diese Möglichkeit. Die große Datenmenge, die von diesem Team produziert wurde, ermöglichte die Durchführung mehrerer klinischer Studien, die in der Folge zu wissenschaftlichen Artikeln in führenden internationalen Fachzeitschriften führten

Die Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen, die federführend an der Bekämpfung von Covid-19 beteiligt waren und sind, hat sich in den vergangenen beiden Jahren ebenfalls intensiviert. So etwa zwischen der Abteilung Pneumologie unter der Leitung von Lucio Bonazza und der Abteilung Infektionskrankheiten unter der Leitung von Elke Maria Erne.

Außerdem hat die Covid-19-Sub-Intensivabteilung in Zusammenarbeit mit dem Pharmazeutischen Dienst an einer nationalen multizentrischen Studie teilgenommen. Thema: Die Verwendung von hochdosiertem Kortison zusätzlich zur Standardbehandlung bei Patienten mit SARS-CoV-2-Pneumonie, welche die Sicherheit der Verwendung sowie die Wirksamkeit niedriger Dosen bestätigte.

Zu nennen ist auch die im Februar 2022 im American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine, einer der wichtigsten internationalen Zeitschriften auf dem Gebiet der Atemwegserkrankungen, veröffentlichte Studie. An dieser waren neben Bozen mehrere italienische Universitäts-Intensivstationen und Lungenabteilungen sowie die Universität Toronto (Kanada) beteiligt.

Gerade in der Pandemie hat sich herauskristallisiert, dass die Forschung eine Schlüsselrolle in der Gesundheitsversorgung spielt - und zwar nicht nur in Zeiten der Not. Der Südtiroler Sanitätsbetrieb setzt sich seit Jahren erfolgreich für die Wissenschaft ein, beteiligt sich an internationalen Studien und führt auch erfolgreich eigenständige Forschungsprojekte durch. Um die Anstrengungen der einzelnen Forschungstreibenden und deren Abteilungen und Dienste zu verbessern, wurde im April 2021 der Dienst für Forschung, Innovation und Lehre (IRTS) gegründet (http://sabes.it/IRTS).

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