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Südtiroler HochschülerInnenschaft fordert Erhöhung der Studienbeihilfen

Im Zuge der Debatte um die Verteilung von Geldern im Nachtragshaushalt unterstreicht die Südtiroler HochschülerInnenschaft (sh.asus), wie wichtig es sei, jetzt in den Bereich der Hochschulförderung zu investieren.

„Geringere Familieneinkommen durch die Pandemie sowie die eklatante Teuerung vieler notwendiger Ausgaben treffen gerade Familien, die fürs Studium ihrer Kinder aufkommen“, ist der Vorsitzende der Südtiroler HochschülerInnenschaft (sh.asus), Julian Nikolaus Rensi, alarmiert. Studieren wird immer teurer und schwieriger für junge Menschen aus weniger privilegierten Verhältnissen. Die wichtigste und nachhaltig wirkende Maßnahme, diesem sozialen Problem entgegenzusteuern sei es, die Studienbeihilfen merklich zu erhöhen. Hierfür müsse man mehrere Millionen in die Hand nehmen. Ariane Benedikter, Vizevorsitzende der sh.asus, verweist bei dieser Forderung auch nach Österreich, wo die Bundesregierung unlängst eine satte Erhöhung der Studienbeihilfen beschlossen hat. Die sh.asus fordert, dem zu folgen und zugleich eine automatische Inflationsanpassung vorzusehen. In Südtirol sei die letzte Erhöhung im akademischen Jahr 2010/2011 erfolgt. Die sh.asus begrüße es, dass im zuständigen Ressort das Bewusstsein vorhanden sei, dass mittlerweile eine Anpassung an gestiegene Studienkosten erforderlich ist.

Unklar ist das Schicksal der Leistungsstipendien, die vergangenes Jahr ausgesetzt und bisher nicht wieder ausgeschrieben wurden. Man sei an sich mit Landesrat Achammer der gleichen Meinung, nämlich den sozialen Ausgleich, den (erhöhte) Studienbeihilfen schaffen, in den Mittelpunkt zu stellen. Jedoch, so die sh.asus, machen die Leistungsstipendien nach derzeitigem System nur rund 300.000 Euro aus. „Hierfür nicht einen Cent bereitstellen zu wollen, ist ein fatales Signal an die jungen Menschen“, meint Rensi.

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