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Mikroplastik: Wasserproben aus Etsch, Eisack, Rienz und Ahr

Seit November 2021 entnimmt das Biologische Labor der Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz Wasserproben aus den größten Fließgewässern Südtirols. Das Monitoring zielt darauf ab, die Anwesenheit von Mikroplastik zu dokumentieren und dessen möglichen Ursprung auszuforschen. Die ersten Ergebnisse werden im Herbst vorliegen.

Zum Mikroplastik zählen Fragmente und Plastikpartikel in einer Größe zwischen 1 Mikrometer und 5 Millimeter. Je nach Herkunft spricht man von Primär- oder Sekundärkunststoffen. "Primäres Mikroplastik ist vor allem in Kosmetikartikeln wie Seifen und Zahnpasten sowie in Reinigungsmitteln zu finden", erklärt Alberta Stenico, Direktorin des Biologischen Labors in der Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz. "Das sekundäre Mikroplastik stammt hingegen aus der Zerkleinerung von Makroplastik-Rückständen wie Plastiktüten und -flaschen ebenso wie vom Abrieb der Autoreifen und vom Waschen synthetischer Bekleidung." Kunststoffabfälle, die nicht ordnungsgemäß entsorgt werden, werden durch Sonneneinstrahlung und Witterungsverhältnisse fragmentiert, was ihre Verbreitung in Form von Mikroplastik begünstigt. Kunststoffpartikel, die kleiner als 1 Mikrometer und größer als 1 Nanometer sind, werden als Nanoplastik klassifiziert.

Die Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz weist darauf hin, dass durch ein verantwortungsbewusstes Verhalten alle dazu beitragen können, die Umweltbelastung mit Plastik und Mikroplastik zu verringern. Hier einige Tipps: Abfälle korrekt trennen und entsorgen, Einwegartikel vermeiden, keine Plastikabfälle in der Natur zurücklassen, Kleidung aus natürlichen Fasern wie Wolle, Baumwolle, Hanf, Viskose, Seide, Bambus und Modal (aus dem Holz der Buche) gegenüber synthetischen Fasern wie Elasthan, Nylon, Polyester, Acryl, Neopren und Polyurethan bevorzugen. Synthetische Fasern können beim Waschen und Schleudern in der Waschmaschine Mikrofasern absondern, die über das Abwasser in die Kläranlagen und in der Folge in die Flüsse und Meere gelangen. Es ist ratsam, Kleidungsstücke dieser Art in einer vollen Maschinenladung zu waschen, um zwischen den Geweben weniger Reibung und damit weniger Mikrofasern zu erzeugen und niedrige Waschtemperaturen einzusetzen, damit synthetische Stoffe nicht beschädigt werden. Es empfiehlt sich zudem, Flüssigwaschmittel anstelle von Waschpulver zu verwenden, weil das Waschpulver eine reibende Wirkung haben könnte.

Auf den Landeswebseiten finden sich ausführliche Informationen zum Thema Mikroplastik.

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