Anzeige
LPA

HANDS: 40-Jahr-Jubiläum

Zum 40-jährigen Jubiläum haben sich am Freitag, 13. Mai Mitglieder, Mitarbeiter*innen und Freiwillige in Kaltern zu einer Jubiläums-Klausur getroffen. Dabei haben sie eine Bestandsaufnahme ihrer Organisation gemacht, das Phänomen Sucht ganzheitlich beleuchtet und über künftige Herausforderungen reflektiert.

Vor 40 Jahren ist HANDS-Onlus als Kompetenz- und Therapiezentrum für Menschen mit Alkoholproblemen, mit Medikamenten- und Glücksspielsucht entstanden. In der Folge wurde der Verein immer stärker auch ein Informations- und Bezugspunkt für Familienangehörige und Freund*innen von Betroffenen. HANDS-Onlus bietet über das Ambulatorium und die Therapiegemeinschaften, mittels Selbsthilfegruppen und Trainings-Werkstätten ganzheitliche Behandlung und Begleitung an. Das Team besteht aus Ärzt*innen, Psychotherapeut*innen und Psycholog*innen, aus Pädagog*innen, Sozialarbeiter*innen, Verwaltungspersonal und Freiwilligen. Gemeinsam kümmert sich das Team um die suchtkranken Menschen und deren Umfeld.


Die Dienste von HANDS sind akkreditiert. Die Zusammenarbeit mit den Gesundheits- und Sozialsprengeln, mit dem Sanitätsbetrieb und den Gemeinden ist gut und verläuft in enger Absprache. Bei der Klausur der Mitarbeitenden anlässlich des 40-Jahr-Jubiläums wurden am vergangenen Freitag verschiedene Herausforderungen benannt. Noch stärker als früher sei es notwendig, sich über neue Suchttrends zu informieren. Nur dann könne eine hohe Qualität und Professionalität bei der Begleitung der Menschen aufrechterhalten werden. Gewohnheiten und Konsum der Menschen ändern sich, ebenso wie die Formen des Missbrauchs und der Sucht – unter anderem beim Glücksspiel, beim Suchtverhalten im Internet, auch beim Alkohol- und Drogenmissbrauch. Die Zusammenarbeit mit dem öffentlichen Sektor soll noch verstärkt werden.

500 Menschen mit Alkohol-, Medikamenten- und Glücksspielproblemen begleitet der Verein HANDS Onlus jährlich. Fast 20.000 Menschen haben die Mitarbeitenden des Vereins seit seinem Beginn im Jahr 1982 beraten und begleitet. HANDS ist derzeit in den Bezirken Bozen und Meran aktiv. Die Erfahrungen und Angebote sollen auch in andere Bezirke Südtirols, etwa ins Eisacktal und Pustertal hinausgetragen werden. Obwohl Suchterkrankte illegaler Substanzen nicht zur Zielgruppe von HANDS-Onlus gehören, wollen sich die Mitarbeiter*innen des Vereins mit dem Missbrauch illegaler Drogen und den damit verbundenen Risiken für Jugendliche und Erwachsenen stärker auseinandersetzen.

Anzeige

Hinterlasse einen Kommentar

Mehr Artikel

Partner

Vögel im Untergrund

„Aus Sicherheitsgründen mussten einige Namen der mitwirkenden Schauspieler:innen geändert werden“, schreiben die Vereinigten Bühnen Bozen über ihr neues Stück. BARFUSS hat sich angesehen, was dahintersteckt.
0    
 | 
Nein zur Atomkraft

„Lasst das Uran in der Erde“

Anna Rondon von den Dineh wirbt für eine atomkraftfreie Zukunft. Wie schon vor 30 Jahren auf dem World Uranium Hearing in Salzburg.
0    
 | 
Podcast zu Atomenergie

„30 Jahre danach und wieder brennend aktuell“

Der Münchner Journalist und Menschenrechtler Claus Biegert erinnert an das Anti-AKW-Engagement des World Uranium Hearings in Salzburg.
0    
Auszug aus dem Buch von Paul Rösch

Alles Theater oder was?

Paul Rösch war für fünf Jahre Bürgermeister von Meran - als absoluter Politik-Neuling. In einem Buch stellt er sich nun kritischen Fragen. BARFUSS bringt einen Auszug und zwar das Kapitel „Politik und Wahrheit“.
0    

Im Preschtlkostüm

In Alpbach wird jährlich über die Gegenwart und Zukunft diskutiert. Im Rahmen eines Filmworkshops haben Teilnehmende Menschen in und um Alpbach abseits des Europäischen Forums interviewt und ihnen Erinnerungen und Zukunftsvorstellungen entlockt. Herausgekommen ist eine Art Improvisation.
Anzeige
Anzeige