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Gegen Hass im Netz - für mehr Respekt

Am morgigen Dienstag (17. Mai) wird der Internationale Tag gegen Homo-, Bi- und Transphobie begangen. Im Rahmen seiner Mitgliedschaft im Netzwerk RE.A.DY beteiligt sich auch das Land Südtirol an der Kampagne gegen Hass im Netz #nohatespeech, vor allem gegen Menschen der LGBT+Gemeinschaft.

Unter dem Motto "Blockiere den Hass, teile Respekt" setzt sich das Netzwerk ein für mehr Wertschätzung und Achtung aller Menschen, unabhängig ihrer sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität. Mit einer Plakataktion in der gesamten laufenden Woche soll für einen hassfreien Umgang miteinander geworben werden und ist Teil der Landeskampagne „Digital ist real“.

Bei einem Treffen mit Landeshauptmann Arno Kompatscher am heutigen Montag (16. Mai) erläuterten Arianna Miriam Fiumefreddo und Andreas Unterkircher, Präsidentin und Vizepräsident der Vereinigung Centaurus Arcigay, die aktuellen Herausforderungen. Diese reichen von Bullismus an Schulen und Beschimpfungen über die Gesundheitsvorsorge bis hin zu Diskriminierung am Arbeitsplatz und Benachteiligungen im Alltag. Positive Früchte trage das Projekt "Casa Rainbow Haus", das gefährdeten LGBTQIA+Personen ein sicheres und geschütztes Zuhause bietet. Landeshauptmann Kompatscher hob in dem Gespräch die wertvolle Informationsarbeit des Antidiskriminierungsnetzwerkes RE.A.DY hervor.

Homophobie bezeichnet laut Definition der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte die "irrationale Angst vor lesbischen, schwulen und bisexuellen Menschen und ihrer Lebensweise", Transphobie bezieht sich auf "Personen, deren gelebte Geschlechtsidentität aufgrund von Hormonbehandlungen, chirurgischen Eingriffen, Kleidung oder Kosmetik nicht mit ihrer bei der Geburt bestimmten Geschlechteridentität übereinstimmt." Hassreden, online oder analog, würden diese Ängste befeuern und dazu beitragen, dass Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender und alle, die nicht den eingeschlechtlichen und heterosexuellen Normen folgen, (LGBTQIA+) diskriminiert und vom gesellschaftlichen Leben ausgegrenzt werden. Hassreden gelten in Italien nur dann als Straftatbestand, wenn sie gegen bestimmte Gruppen gerichtet sind – LGBTQIA+ zählen jedoch nicht dazu.

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