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Gatterer-Auszeichnung geht an Lukas Matzinger

Lukas Matzinger erhält den Journalistenpreis für seine im "Falter" erschienen Reportagen. Die Preisverleihung findet am 15. Juni in Sexten statt.

Die siebenköpfige Jury der "Auszeichnung für hervorragenden Journalismus im Gedenken an Claus Gatterer" hat entschieden: Der mit 10.000 Euro dotierte Preis geht dieses Jahr an Lukas Matzinger. Damit zeichnet die Jury Matzinger für dessen vier Reportagen "Wenn das Kinderzimmer zum Käfig wird",  "Corona und die Diaspora", "Die vergessenen Opfer" und "Ein wenig Leben" aus, die in der österreichischen Wochenzeitung "Falter" erschienen sind. Matzinger lenkt darin den Blick auf soziale Randgruppen, auf Menschen, die von der Gesellschaft vernachlässigt werden: auf die Opfer des Attentäters von Wien, auf die von Corona besonders hart getroffenen Migranten-Communities, auf die unter Corona-Maßnahmen besonders leidenden Kinder oder auf Palliativpatientinnen und -patienten.

"Das Land Südtirol stiftet diese Auszeichnung zum einen, um das Erbe Claus Gatterers und dessen Einsatz für Minderheiten und soziale Randgruppen hochzuhalten", sagt Landesrat Philipp Achammer. "Zum anderen leisten wir damit einen Beitrag für den österreichischen und Südtiroler Qualitätsjournalismus, der sich durch soziales Engagement und kritische Fragestellungen, Verantwortungsbewusstsein und ein hohes journalistisches Niveau auszeichnet." 

Die Auszeichnung wird seit 2021 vom Presseclub Concordia und der Michael Gaismair Gesellschaft Bozen mit Unterstützung der Gemeinde Sexten vergeben und wird am 15. Juni 2022 gemeinsam mit dem CLAUS Schülerpreis in Claus Gatterers Heimatgemeinde Sexten verliehen. Die Jurymitglieder Kurt Langbein (Jurysprecher), Lisa Maria Gasser, Thomas Hanifle, Nina Horaczek, Franz Kössler, Ed Moschitz (Vorjahrespreisträger) und Sahel Zarinfard haben die 35 eingereichten Beiträge bewertet und daraus die beste Arbeit gekürt. 

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