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Bau einer neuen Wetterradarstation auf dem Gantkofel

Nach 22 Jahren wird die Wetterradarstation auf dem Gantkofel ersetzt. Der Betrieb muss in den kommenden Monaten vor allem untertags ausgesetzt werden.

Mit dem heutigen Montag, dem 23. Mai, ist die Wetterradarstation am Gantkofel außer Betrieb, da ein neuer Turm errichtet und ein Messgerät der neuesten Generation eingebaut wird. Die Direktorin des Landesamtes für Meteorologie und Lawinenwarnung Michela Munari kündigt an: "Der Betrieb muss in den kommenden Monaten vor allem untertags ausgesetzt werden, um den Neubau reibungslos zu ermöglichen.“

Zeitweise werden die Daten der Schweizer Wetterstation Weißfluhjoch in Graubünden übernommen. Dieses liefert Informationen vor allem für den Westen und weniger für den Osten Südtirols. Es wird deshalb ausdrücklich darauf hingewiesen, dass diese Daten den Niederschlag in Südtirol nur zum Teil abbilden bzw. deutlich unterschätzen können.

"Die Radarstation am Gantkofel wird von Südtirol und dem Trentino seit ihrer Errichtung gemeinsam betrieben und ist bei der Überwachung von Gewittern und Starkniederschlägen ein unerlässliches Hilfsmittel, das vor allem im Bereich des Bevölkerungsschutzes angewandt wird", unterstreicht der Direktor der Agentur für Bevölkerungsschutz Klaus Unterweger.

Die Bauarbeiten für die Errichtung des neuen Radarturms aus Stahlbeton werden im Laufe dieses Sommers und Herbstes erfolgen, das Gerät selbst wird im kommenden Jahr installiert. Das neue Radar kann voraussichtlich im Laufe des Jahres 2023 den Probebetrieb aufnehmen. Bis zur endgültigen Abnahme wird das alte Gerät parallel dazu betrieben.

Für technische Fragen kann das Landesamt für Meteorologie und Lawinenwarnung kontaktiert werden: wetterlawinen@provinz.bz.it

Nach Abschluss der Arbeiten im Jahr 2023 wird das Niederschlagsbild von Regen, Schnee und Hagel auch der Radarstation am Gantkofel wieder wie gewohnt unter wetter.provinz.bz.it/niederschlagsradar.asp veröffentlicht.

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