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Der Tourenblogger

Sportblogs gibt es in Südtirol viele. Michael Dellantonio bloggt aber nicht nur über seine Ski- und Wandertouren, sondern auch über seine Reisen.

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Bild: Michael Dellantonio
Wander- und Tourenblogs gibt es in Südtirol relativ viele. Die Auswahl fällt deshalb schwer. Der „Biwak" Blog von Michael Dellantonio ist umfangreich, enthält auch Tourentipps der Nachbarländer, Links zu aktuellen Wetter- und Lawinenberichten, viele Fotos und ist dabei immer noch sehr übersichtlich. Wen wundert`s, schließlich bloggt der Südtiroler schon seit acht Jahren und kann somit als Blogger-Urgestein bezeichnet werden. In seinem Blog sammelt er nicht nur Ski- und Wandertouren und Klettersteige, sondern schreibt auch über seine weltweiten Reisen. „Die Bergtouren versuche ich relativ detailliert und sachlich zu beschreiben, bei den Reisen handelt es sich eher um Erzählungen", sagt Dellantonio. Deshalb enhält sein Blog neben Tourenvorschlägen in Südtirol, auch Wanderwege in der Schweiz, in Österreich, Frankreich und sogar in Tansania. Dellantonio ist aber kein Vollzeitsportler, wie sein Blog vermuten lassen würde, er arbeitet seit drei Jahren als Ingenieur in Zürich. 
 
Warum bloggen Sie?
Der Blog ist zum einen ein virtuelles Fotoalbum für mich und meine Freunde, zum anderen möchte ich die Erfahrungen, die ich in den Bergen gesammelt habe, auch anderen zur Verfügung stellen.
 
Wie sind Sie zum Bloggen gekommen?
Meine Schwester hat begonnen, Fotos von ihren Reisen auf einen Blog zu stellen und da hatte ich die Idee, eine Art virtuelles Tourenbuch zu erstellen. Von Anfang an wollte ich aber nicht nur für meinen Bekanntenkreis bloggen, sondern auch anderen die Informationen zur Verfügung stellen.
 
Wie viel Zeit investieren Sie in Ihren Blog?
Das hängt sehr davon ab, wie oft es mich in die Berge zieht. Durchschnittlich werden es aber so zwei bis drei Einträge pro Monat sein. Wichtig ist mir, dass die alten Beiträge nicht verloren gehen, sondern auch nach mehreren Jahren und manchmal in aktualisierter Form, immer noch zu finden sind.
 
Testen Sie die Touren und Klettersteige in Ihrem Blog wirklich alle selbst?
Ich habe sämtliche Touren selbst gemacht. Wenn ich längere Zeit nicht in den Bergen unterwegs bin, dann gibt es auch keinen neuen Blogeintrag. Viele der Touren sind Klassiker, auf manche haben mich Freunde aufmerksam gemacht, andere sind aus Tourenführern oder Blogs und Websites im Internet. Die meisten Ideen dafür entstehen aber sozusagen „on tour". 
 
Wie viele Leute lesen den Biwak-Blog?
Das ist schwer zu sagen, ich schätze es werden gegen fünfzig Personen sein, die mehr oder weniger regelmässig auf meinen Blog schauen.
 
Erzielen Sie damit auch Werbeeinnahmen?
Ich mache den Blog eigentlich nur aus privatem Interesse, als Hobby sozusagen. Werbung möchte ich keine auf dem Blog, denn so behalte ich die Kontrolle über Aussehen und Inhalt der Seite. Wenn ich damit Geld verdienen möchte, wäre es ja auch kein Freizeitvertreib mehr.
 
 

Judith Dietl

arbeitete eine Zeit lang im hohen Norden, jetzt BARFUSS-Redakteurin der ersten Stunde. Ist lieber barfuß unterwegs, weil lässt sich ungern einengen.
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