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No Worries, Mate!

Das ist der Lieblingsspruch der Australier und Ausdruck ihres entspannten Lebensstils. Kein Wunder, dass Sophie die Zeit in Down Under so genossen hat.

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Bild: privat

Sophie Baumgartner konnte der Versuchung, einmal nach Australien zu reisen, nicht widerstehen. Also hat sie nach der Matura gearbeitet, bis sie genug Geld zur Seite gelegt hat und erfüllte sich ihren Wunsch. Sie hat es bis heute nicht bereut!

Warum hast du dich für diese Reise und dieses Land entschieden?
Eine Freundin war zwei Jahre vor mir in Australien und hat mich auf die Idee gebracht, einmal dorthin zu reisen. Auf den Fotos sah alles so schön aus (ist es auch!) und ich kenne eine liebe Familie, die in Brisbane lebt. Diese hat mich sofort angerufen als sie von meinen Plänen erfahren haben und mich eingeladen. Dann konnte ich der Versuchung nicht mehr widerstehen. Ich begann meine Reise in Brisbane, flog dann nach Melbourne und traf mich dann mit zwei Jungs aus Südtirol. Mit ihnen bereiste ich die Ostküste, von Cairns bis Sydney. 

Wie lang bist du dort geblieben?
Insgesamt war ich drei Monate in Australien (8. Januar – 8. April).

Wie hast du dir deine Reise finanziert?
Ich habe nach dem Oberschulabschluss direkt angefangen zu arbeiten und so für die Reise gespart. Es war mir wichtig, dass diese voll und ganz von mir finanziert wird. Es war schließlich meine Weltreise und meine Eltern haben ja nichts davon wenn ich Urlaub habe. Ich fand, es wäre unfair von ihnen dafür Geld zu verlangen.

Was hast du dir für deine Reise vorgenommen?
So viel wie möglich zu sehen, meine Englischkenntnisse zu verbessern und es zu schaffen, unabhängig auf meinen eigenen Beinen zu stehen.

Welches Gefühl hattest du ...

... beim Kofferpacken:
Ab dem Moment der Flugbuchung habe ich mich nur mehr auf mein Abenteuer gefreut. Aber beim Kofferpacken hatte ich gemischte Gefühle. Ich wusste nicht genau was auf mich zukommt und ob es mir in der weiten Ferne gut gehen würde.

... auf dem Flughafen:
Etwas aufgeregt, es war das erste Mal, dass ich alleine so weit geflogen bin.

... angekommen in der Ferne:
Überglücklich! Meine liebe Gastfamilie hat mich so herzlich empfangen. Ich wusste: „DAS ist es!“

Die ersten Eindrücke:
Ich war sofort von der Freundlichkeit und Offenheit der Australier angetan. Die Stadt Brisbane bietet einen hohen Lebensstandard und die Landschaftsbilder sind einfach nur unbeschreiblich.

Musstest du erst lernen:
Nicht alles ist selbstverständlich was man von zu Hause alles bekommt. Erst wenn man einmal auf sich alleine gestellt ist, weiß man was es bedeutet, erwachsen zu sein und für sich selbst zu sorgen.

Heimweh hatte du als:
Gar nie, ich hatte immer einen Teil Heimat dabei. Sei es meine Gastmutter (eine Brixnerin), als auch meine Reisefreunde, zwei Jungs aus dem Eisacktal.

Schönstes Erlebnis:
Unser Fallschirmsprung über dem Great Barrier Reef und die anschließende Landung auf einem einsamen Strand. Auch unsere dreitägige Segeltour zu den Whitsunday Islands war fantastisch.

Schlimmes Erlebnis:
Als ich im subtropischen Regenwald von sogenannten „Killerameisen“ überfallen wurde.

Das siehst du jetzt mit anderen Augen:
Von anderen Ländern und Kulturen kann man vieles lernen und es ist aufregend, die große weite Welt etwas näher kennenzulernen. Jetzt weiß ich aber erst zu schätzen, dass wir in Italien die beste Küche haben :D

Was war schwerer, wegfahren oder zurückkehren?
Zurückkehren. Ich hatte in Australien die beste Zeit meines Lebens, aber alles Schöne hat irgendwann ein Ende, ist auch gut so.

Maria Laura Ebensberger

wollte schon als kleines Mädchen Journalistin werden. Oder Schauspielerin. Wenn ersteres nicht klappt, seht ihr sie demnächst im Kino, an der Seite von Johnny Depp.
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Fernweh

„Bleibe im Land und ernähre dich redlich!“, sagt meine Großtante immer. In dieser Serie stellen wir Jugendliche vor, die es anders halten, die ihrem Fernweh nachgaben und in die weite Welt zogen. Eine Woche lang berichten sechs junge Südtiroler, was sie in der Ferne in Island, Indien, Brasilien, Argentinien, Spanien und in Australien gesucht und gefunden haben.

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