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Nicht im Stich lassen

Auch die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) erinnerte zum Auftakt der Olympischen Winterspiele in China an die Unterdrückung und Marginalisierung des uigurischen Volkes in Ost-Turkestan.

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Bild: Kuzzat Altay/unsplash.com

In einem Dossier der GfbV kommen zwei uigurische Frauen zu Wort, die wie Tausende andere Angehörige der uigurischen Nation in staatlichen Lagern interniert waren. Die beiden Frauen wurden Augenzeuginnen brutaler Zwangsmaßnahmen des chinesischen KP-Regimes: Uigurische Kinder werden ihren Familien geraubt und in Internaten kaserniert; ihre Väter und Mütter kommen in Umerziehungslager, werden gefoltert, vergewaltigt, zwangssterilisiert. Manche Friedhöfe, auf denen ihre Großeltern liegen, werden zerstört. Eine genozidale Politik, in einem Land, in dem die Olympischen Winderspiele stattfinden, kritisiert die GfbV.

Nicht von ungefähr geht Bayern2 in einer Radioreportage auf die Frage ein: Spiel mit dem Feuer - Wer braucht noch dieses Olympia? Darin heißt es: „Die Olympischen Winterspiele in Peking sind für viele Kritiker der Gipfel der Absurdität: Peking ist weder eine Wintersportregion noch werden in China die Menschenrechte geachtet. Hat das IOC die olympische Idee endgültig verraten?“

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The Others

Geschichten und Erzählungen aus der anderen Welt

In der kanadischen Provinz British Columbia wird auf dem Gelände einer ehemaligen katholischen Internat-Schule ein Massengrab entdeckt. Indigene Kinder wurden dort vergraben. Im Amazonas-Regenwald in Brasilien töten Covid und Goldsucher indigene Menschen. In Rojava in Nord-Syrien wehren sich Kurden gemeinsam mit Arabern und Aramäern gegen türkische und syrische Islamisten. Die Sami in Skandinavien, politisch unkorrekt Lappen, halten stur an ihrer Rentierhaltung fest. Es gibt eine andere Welt hinter den globalen Glitzer-Fassaden, die sich gegen das Plattmachen sträubt, Menschen die darauf beharren, eine eigenständige Existenz zu haben.

Ihre Geschichten tauchen nicht oder nur selten in den großen Medien auf.  Über diese Menschen spricht niemand oder kaum jemand. In der Reihe „The Others“ kommen jene zu Wort, die nicht gehört werden, die keine Stimme haben.

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