Anzeige

Die große grüne Lüge?

Staats- und Regierungschefs wollen ein Drittel der Erde bis 2030 als Naturschutzgebiete ausweisen. Auf der Strecke bleiben aber die Menschenrechte derer, die Naturschutz bereits leben.

Bildschirmfoto 2022-01-21 um 16.04.36.jpg

Bild: Survival International

Auf der nächsten Konferenz der Biodiversitätskonvention wollen Staats- und Regierungschefs beschließen, ein Drittel der Erde bis 2030 als Naturschutzgebiete auszuweisen. Die großen Naturschutzorganisationen behaupten, dass dies den Klimawandel eindämmen, den Schwund von Wildtieren stoppen, die Artenvielfalt erhöhen und so unsere Umwelt retten wird. Das stimmt nicht, warnen die Menschenrechtsorganisationen Survival International und die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV).

Der Plan mag gut klingen, ist es aber nicht, schreibt die GfbV. „Denn dabei bleiben die Menschenrechte gerade derer auf der Strecke, die Naturschutz schon heute beispiellos leben. Lokale Bevölkerungen bekommen es stattdessen mit Waffengewalt zu tun. Dabei sind andere Wege möglich“.

https://www.youtube.com/watch?v=EJk_MQb6XlE&t=176s

In mehr als 60 Ländern leben mehr 150 Millionen Frauen, Männer und Kinder in „Stammesgesellschaften“. Ihre Stimmen werden meist nicht gehört, ihre Vorstellungen ignoriert. Sie sind die besten Hüter der natürlichen Welt, würdigte Survival International die indigenen Völker, dennoch sind sie entsetzlichem Rassismus und völkermörderischer Gewalt ausgesetzt. Ihr Land und ihre Ressourcen werden gestohlen, ihre Lebensweisen werden bewusst und systematisch zerstört.

Survival International hat die Plattform Tribal Voice eingerichtet, um Angehörigen von Ureinwohner-Völkern eine Stimme zu geben, darüber zu reden, was ihnen wichtig ist.

Weitere Informationen:

Stimmen aus der “Vierten Welt“ - Tribal Voice | Survival International

Surival International für die Entkolonialisierung des Naturschutzes - Grünen Kolonialismus beenden - Survival International

Umweltschutz contra Menschenrechte - Gesellschaft für bedrohte Völker – Blog (gfbvblog.com)

Für eine Zukunft auf unserer Erde - Bildkalender 2022 (gfbv.de)

 

 

Anzeige

The Others

Geschichten und Erzählungen aus der anderen Welt

In der kanadischen Provinz British Columbia wird auf dem Gelände einer ehemaligen katholischen Internat-Schule ein Massengrab entdeckt. Indigene Kinder wurden dort vergraben. Im Amazonas-Regenwald in Brasilien töten Covid und Goldsucher indigene Menschen. In Rojava in Nord-Syrien wehren sich Kurden gemeinsam mit Arabern und Aramäern gegen türkische und syrische Islamisten. Die Sami in Skandinavien, politisch unkorrekt Lappen, halten stur an ihrer Rentierhaltung fest. Es gibt eine andere Welt hinter den globalen Glitzer-Fassaden, die sich gegen das Plattmachen sträubt, Menschen die darauf beharren, eine eigenständige Existenz zu haben.

Ihre Geschichten tauchen nicht oder nur selten in den großen Medien auf.  Über diese Menschen spricht niemand oder kaum jemand. In der Reihe „The Others“ kommen jene zu Wort, die nicht gehört werden, die keine Stimme haben.

Mehr Artikel
Anzeige

Hinterlasse einen Kommentar

Mehr Artikel

Trump, Wahlhelfer der Demokraten

US-Präsident Joe Biden und seine Demokraten profitierten bei den midterms-Wahlen von Trump und seinem Radikalismus, analysiert Journalistin Alexandra Hawlin im letzten Teil unserer Podcast-Reihe über die USA.
0    

Fußballsong

Fußball in der (Vor)Weihnachtszeit: Selma Mahknecht und Kurt Gritsch präsentieren die neue Version ihres Fußballsongs.

„Die Frauen stoppten die rote Welle“

Die Verschärfung der Abtreibungsregeln wurden für die US-Republikaner zum Boomerang. Frauen wählten blau, verhalfen den Demokraten bei den midterms zu einem historischen Erfolg, sagt die gebürtige Südtiroler ZDF-Journalistin Alexandra Hawlin.
0    

Zwischen Bunkern und Milizen

Die unterschiedlichen Gesichter des anderen Amerika, das sich in aufgelassene Militäranlagen zurückzieht oder als Bürgerwehren für ihre Ordnung sorgen wollen. Die Südtiroler ZDF-Journalistin Alexandra Hawlin machte sich auf die Reise in dieses tiefrote Amerika.
0    
 | 
Reportage

Ein Lernlabor für Europa?

Eine Studienreise führt unsere Autorin nach Srebrenica, wo Serben und Bosniaken zusammenlebten, bis 1995 ein Genozid stattfand. Könnte das auch in Südtirol passieren?
0    
Anzeige
Anzeige